Profi-Athleten trainieren seit Jahrzehnten in großer Höhe. Kenianische Marathonläufer, Schweizer Alpinisten, Tour-de-France-Fahrer – alle schwören darauf. Aber funktioniert das auch für Hobbysportler? Und lohnt sich das künstliche Höhentraining in Sonthofen wirklich? Hier ein ehrlicher Blick auf die Wissenschaft – und die Praxis.

Das Grundprinzip – warum weniger Sauerstoff gut ist

In großer Höhe ist der Luftdruck geringer. Pro Atemzug nimmt dein Körper weniger Sauerstoffmoleküle auf. Auf 3.000 Metern bekommst du etwa 30 Prozent weniger Sauerstoff als auf Meereshöhe. Das klingt zunächst schlecht, ist aber der eigentliche Trainingsreiz.

Der Körper reagiert auf diesen Mangel mit Anpassungen. Die wichtigste: Die Niere schüttet das Hormon Erythropoietin aus, besser bekannt als EPO. Dieses Hormon kurbelt die Produktion roter Blutkörperchen an. Mehr rote Blutkörperchen bedeuten mehr Hämoglobin – und damit mehr Sauerstofftransportkapazität im Blut.

Was simuliertes Höhentraining bewirkt

Beim Hypoxietraining atmest du Luft mit reduziertem Sauerstoffgehalt, als würdest du tatsächlich in 2.500 bis 6.800 Metern Höhe trainieren. Der Körper kann diese Anpassungen durchlaufen, ohne dass du physisch in den Bergen sein musst.

Die messbaren Effekte nach einer strukturierten Höhentrainingsphase sind:

Für dich als Läufer bedeutet das: Du kannst länger auf höherem Tempo laufen, bevor die Beine übersäuern. Das ist der Sinn der Sache.

Für wen lohnt sich Höhentraining wirklich?

Ehrlichkeit ist hier wichtig: Nicht jeder profitiert gleich. Für einen Laufanfänger bringt Höhentraining wenig, weil die Grundlagen fehlen und der Körper ohnehin riesige Reserven hat, die durch normales Training gehoben werden können.

Lohnen tut sich Höhentraining für:

Wie lange muss man trainieren, um Effekte zu sehen?

Einzelne Sitzungen bringen dir nichts. Höhentraining wirkt über Wochen. Realistische Zeiträume für messbare Effekte:

Wichtig ist die Frequenz: Mindestens 2 bis 3 Sitzungen pro Woche für 45 bis 60 Minuten. Der Effekt hält nach Abschluss der Phase noch 2 bis 4 Wochen an – dann normalisieren sich die Werte wieder.

Wie funktioniert das bei uns?

In unserer Laufbasis in Sonthofen simulieren wir Höhen bis 6.800 Meter über dem Meeresspiegel. Das ist höher als jeder Berg in den Alpen – für den normalen Trainingseinsatz arbeiten wir meist im Bereich von 2.500 bis 4.000 Metern, weil hier das optimale Verhältnis zwischen Trainingsreiz und Belastbarkeit liegt.

Wir bieten drei Optionen an:

Die ehrliche Einordnung

Höhentraining ist keine Wundermethode. Es bringt dir keine Verbesserung, wenn dein Grundlagentraining nicht stimmt. Aber als zusätzlicher Reiz für ambitionierte Läufer oder als gezielte Wettkampfvorbereitung ist es eine wissenschaftlich belegte und wirksame Trainingsmethode – die du dir früher nur als Profi im Höhenlager leisten konntest.

Die Kombination macht's

Wir empfehlen Höhentraining selten isoliert. Der größte Effekt stellt sich ein, wenn du es mit einem strukturierten normalen Training kombinierst, das wir idealerweise auf Basis deiner Spiroergometrie planen. So wissen wir genau, in welchen Pulszonen du trainieren sollst – auf Normalhöhe und in der simulierten Höhe.

Ein Spiroergometrie-Test vor Beginn und nach Abschluss einer Höhentrainingsphase macht die Effekte messbar. Das motiviert – und zeigt dir schwarz auf weiß, was dein Körper geleistet hat.

Was früher Profi-Athleten in Kenia, Äthiopien oder auf dem Engadin vorbehalten war, ist jetzt in Sonthofen möglich. Gleiche Methode, gleiche Effekte – nur ohne den teuren Flug.

Bereit, selbst loszulegen?

Ob Spiroergometrie, Trainingsplanung oder Personal Coaching – wir begleiten dich persönlich auf deinem Weg.

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